Las Cañadas und der Teide

Es gibt mehrere Möglichkeiten um zum Teide und in die Cañadas zu fahren. Von allen vier Himmelsrichtungen aus kommt man in die Cañadas. Von Puerto de la Cruz aus durchfährt man La Orotava und bei einer Höhe von 1.000 Metern erreicht man Aguamansa (stille oder ruhige Gewässer). Es handelt sich hierbei um eine land- und forstwirtschaftliche Versuchsstation mit Forellenzucht.

Es geht weiter durch die Erika- und Lorbeerwälder, vorbei an schönen Aussichtspunkten über das Orotavatal und die Kiefernwälder.

Kurz vor El Portillo, in einer scharfen Rechtskurve, sieht man auf der linken Seite die interessante geologische Formation La Margarita. Eine Gesteinsblume mit strahlenförmig angeordneten Basaltsäulen. Eine solche Formation entsteht, wenn ein zylindrischer Lavastrom gleichmässig erkaltet.
Nach wenigen Kilometern erreicht man auf einer Höhe von 2.000 Metern eine Abzweigung Richtung Norden. Diese Strasse führt vorbei am Sonnenobservatorium Izaña durch den Esperanzawald nach La Laguna. Doch wir bleiben auf der C821, und kommen zum El Portillo (Kleines Tor). Es ist der Eingang in die Cañadas (Schluchten oder Engpässe). Rechts und Links liegen einige Häuser in denen Restaurants und Souvenierläden untergebracht sind.

Die Cañadas sind ein Urvulkan im Zentrum der Insel. Mit einem Durchmesser von 15 Kilometern und einem errechnetem Umfang von 75 Kilometern war er einer der grössten Vulkane der Erde. Man vermutet, dass sein Mittelstück nach einer gewaltigen Eruption eingebrochen ist und so ein riesiger Kessel entstand. Von dem Urvulkan blieb als Rest an der Ost- und Südseite ein gewaltiger Felsgürtel erhalten. Die höchste Stelle ist der 2.717 Meter hohe Berg Guaraja, sowie weitere Erhebungen mit einer Durchschnittlichen höhe von 500 Metern.

Am westlichen Rand der Cañadas entstand der Teide mit seinem Pico Viejo (3,103 m) und später der Pico del Teide (3,718 m).

Las Cañadas wird oft mit einer Mondlandschaft verglichen. Hier wurden schon viele utopische Filme gedreht. Es gibt auch böse Zungen die behaupten, das die Amerikaner nie auf dem Mond gewesen sind. 1954 wurden die Cañadas zum Nationalpark erklärt. Mit seiner heutigen Fläche von 13,6 ha zählt er zu dem grössten Nationalpark in Spanien. Je nach Jahreszeit bekommt man immer ein anderes Bild von den Cañadas und dem Teide.
Ab April/Mai das herrliche Pflanzenmeer mit seinen vielen Ginsterarten, die Besenrauke, die Tajinaste, der klebrige Kodeso sowie seltener dem Teideveilchen.
Im Sommer sieht man nicht mehr viel von dieser Blütenpracht. Los Roques mit dem Teide als Hintergrund sind ein beliebtes Fotomotiv. Ein unvergessliches Farbenspiel bietet sich hier dem Besucher. Von einem Aussichtspunkt schaut man hinunter auf die tiefer gelegende Llano de Ucanca (Ucanca-Ebene), welche auch Schauplatz einiger Wildwestfilme war. Gegenüber den Los Roques befindet sich das staatlich geleitete Hotel "Parador Nacional Cañadas del Teide". Mit einer Höhe von 2.250 Metern ist es das höchstgelegende Hotel in Spanien. Folgt man der Strasse vorbei an den Los Azulejos, einer bläulichen Gesteinsformation, durch die Ucanca-Ebene, erreicht man nach wenigen Kilometern eine Kreuzung. Nach Westen führt die Strasse durch Boca de Tauce nach Santiago del Teide, und nach Süden durch Vilaflor Richtung Arona oder Granadilla.
Im Winter könnte man in den Cañadas sogar Ski fahren. Eine dichte Schneedecke legt sich in die Cañadas. Der Schnee am Teide bleibt auf der nördlichen Seite sehr lange liegen.